Federation

FACE (Federation of Aesthetic Cervicofacial Experts) ist ein interdisziplinärer Zusammenschluss von auf der Gesichts-, Kopf-, Hals- und Nasenchirurgie spezialisierten Fachärzten mit dem Ziel, die Qualität, Sicherheit und Weiterbildung auf dem gesamten Gebiet der Gesichtschirurgie zu gewährleisten. Hierfür haben sich renommierte Spezialisten der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgie sowie Hals-Nasen-Ohrenchirurgie. Folglich bietet FACE seinen Patientinnen und Patienten das gesamte Spektrum der ästhetischen, rekonstruktiven und funktionellen Gesichts- und Nasenchirurgie an.

Da die Chirurgie des Gesichts und der Nase ein äusserst komplexes und operativ anspruchsvolles Gebiet darstellt, wird für jedes Patientenanliegen im Rahmen einer ausführlichen Sprechstunde ein individuell zugeschnittenes Konzept erstellt. Dabei werden neben den ästhetischen vor allem auch die funktionellen Aspekte berücksichtigt. Auch in scheinbar ausweglosen Situationen (z. B. nach misslungenen oder subjektiv nicht zufriedenstellenden Operationen) bemühen sich die Spezialisten, eine realistische Lösung anzubieten, um den Zustand signifikant zu verbessern. Die Einzigartigkeit von FACE besteht darin, dass bei bestimmten hochkomplexen Themen eine interdisziplinäre Sprechstunde und chirurgische Intervention angeboten werden, das heisst. mindestens zwei Chirurgen/ Chirurginnen verschiedener Fachdisziplinen beraten und operieren gemeinsam. Ein Beispiel für eine interdisziplinär durchgeführte Behandlung ist die funktionellästhetische Nasenkorrektur. Im Folgenden wird ein vereinfachter Überblick über den Planungs- und Behandlungsverlauf dieser fachlich ineinandergreifenden Zusammenarbeit gegeben. Angeborene, unfallbedingte oder auch veranlagte Auffälligkeiten der Nase können störend oder sogar psychisch belastend sein. Unregelmässigkeiten in der äusseren Erscheinung (Nasenhöcker, Schiefnase, zu grosse oder unförmige Nasenlöcher, unförmige Nasenspitze, geteilte Nasenspitze, unschönes Nasenprofil, «Stupsnase», «Knollennase», zu breite Nase, zu lange Nase, Delle am Nasenrücken oder eingesunkener Nasenrücken) können starken Leidensdruck auslösen.

Das Ziel der funktionell-ästhetischen operativen Nasenkorrektur ist es, im Naseninneren die unzureichende Luftzufuhr und -zirkulation zu beheben und die Form der Nase ästhetisch den Proportionen des Gesichts anzupassen. Zwei Operateure – ein Hals-Nasen- Ohren-Facharzt für die innere Funktion und ein Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie für die äussere Form – diagnostizieren, evaluieren und planen als perfekt eingespieltes Team mit doppelter Fachkompetenz diesen operativen Eingriff. Zunächst erfolgt gemeinsam mit dem Ärzteteam die Erstberatung, in der in einem umfassenden und ehrlichen Gespräch der Patient die Beschwerden und Wunschvorstellungen darlegt. Dabei wird eine Anamnese erhoben (Vorerkrankungen, Voroperationen, Unfälle etc.) und über mögliche Risiken und Komplikationen gesprochen, aber auch gegebenenfalls von der Operation abgeraten, zum Beispiel bei unrealistischen Vorstellungen und Erwartungen. Die sich anschliessende Untersuchung des Naseninneren mittels Sichtdiagnose, Spiegelung und Endoskopie gibt Aufschluss über die Beschaffenheit (z. B. Zustand der Schleimhaut) und anatomische Besonderheiten (z. B. Verlauf und Zustand der Nasenscheidewand, Grösse der Nasenmuscheln, Funktion der inneren und äusseren Nasenklappen). Diese Ergebnisse werden fotodokumentiert. Ein wesentlicher Bestandteil der Voruntersuchung ist eine objektive, computergestützte Messung der Nasenfunktion (Luftdurchlässigkeit, Luftströmung und Vermessung des inneren Nasenraumes). Durch die Dokumentation der objektiv ermittelten Messresultate kann die Behinderung der Nasenatmung exakt beurteilt werden und ergänzt die subjektive Inspektionsprüfung der Nase. Diese speziell auf die Funktion der Nase bezogene Messung ist ein essenzieller Bestandteil des Antrags auf Kostengutsprache bei der Krankenkasse. Bei der Untersuchung der äusseren Nase werden Gesichtsproportionen, verschiedene Winkel, anatomische Landmarken, Abstände zu anderen Gesichtsteilen beurteilt und die Hautbeschaffenheit bestimmt.

Auch hier erfolgt eine umfassende präoperative Fotodokumentation. Damit sich der Patient die ungefähre optische Veränderung bereits vor dem Eingriff vorstellen kann, kann das Nachher-Resultat mit einer Computersoftware simuliert werden. Diese Visualisierung ist eine wertvolle Orientierung für das Operationsteam. Anhand der gemeinsamen Befunde beider Fachärzte wird ein Behandlungskonzept erstellt, um ein optimales ästhetisches und funktionelles Ergebnis zu erzielen und somit zur Optimierung der Lebensqualität des Patienten beizutragen. In der postoperativen Phase, die in der Regel schmerzfrei verläuft, wird der Patient durch Kontrolltermine mit Begutachtung des Heilungsverlaufes, Fotodokumentation und Nasenfunktionsmessung betreut. Die postoperative Funktionsmessung ist ein wichtiger Bestandteil bei der Nachbehandlung der Nasenschleimhaut z. B. bei bekannter vorbestehender Allergie. In der Regel kann von einem dauerhaft zufriedenstellenden Behandlungsergebnis ausgegangen werden. Neben der gesamten Nasenchirurgie sowie der ästhetischen/ rekonstruktiven Gesichts-, Kopf- und Halschirurgie und auch als ergänzende, optimierende Massnahmen bietet FACE nicht-operative und nicht-invasive Behandlungsschwerpunkte im Rahmen des Anti-Agings und der Ästhetischen Medizin an. Zu diesen sogenannten Soft Aesthetics gehören unter anderem ultraschallgeführte Fillerbehandlungen (Hyaluronsäure), Unterspritzungen mit Botulinumtoxin und nichtinvasive Face- und Hals-Liftings (z. B. Sofortlifting mit Hyaluronsäure). Weitere operative Schwerpunkte sind chirurgische Face-/Halsliftings, Augenlidkorrekturen (Blepharoplastik), Korrektur abstehender Ohren (Otopexie), minimalinvasive Nasennebenhöhleneingriffe (z. B. Ballonsinuplastik), Narbenbehandlungen